
Willkommen bei der Maler- und Lackierer-Innung Potsdam
160 Jahre Maler- und Lackierer-Innung Potsdam Seit dem 1. Januar 1850 besteht die Maler-Innung Potsdam mit immer wieder wechselnden Namen. In diesem Jahr feiern wir unser 160 jähriges Jubiläum. 160 Jahre wechselvolle Geschichte. Aufschwünge, Abschwünge, Kriege, Gesellschafts-Systemwechsel, Währungsreformen usw. usw. In diesem Zeitraum arbeiteten rund 900 Malermeister im Raum Potsdam für ihren Berufsstand.Teilweise gab es richtige Malermeister-Familien-Dynastien. Das heißt nicht nur Vater, Großvater und Ur-Großvater, sondern auch noch Brüder und Söhne waren Malermeister oder mindestens gelernte Maler. Unterbrochen wurden die Generationslinien meistens durch Kriege, Krankheit und andere Schicksalsschläge. Das Gefüge der Tradition ist in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht mehr gegeben. Eine Firma wird aufgeschlossen und wieder zugeschlossen.Kaum einer erinnert sich später mehr daran. Potsdam war in diesem Zeitraum immer irgendwie wachsende Stadt. Vor 1850 gab es schon durch die Schloß-Neubauten viel zu tun. Malermeister aus anderen Regionen strömten hierher. Aufträge zu bekommen, hieß Geld verdienen für seine Familie, für ein auskömmliches Leben. Die städtebaulichen Erweiterungen trugen ein weiteres für die Nachfrage nach Malerarbeiten bei. Somit nahm stetig die Mitgliederzahl der Malerinnung zu. Von 1899 bis 1934 bestand die Maler-Zwangs-Innung. Das heißt, jeder Malermeister war von Gesetz wegen, Mitglied der Innung und hatte die festgelegten Beiträge zu bezahlen. Zuwiederhandlung wurde per Strafbefehl über die jeweilige Gemeinde geahndet. Früher waren die Malermeister viel mit der Selbstherstellung ihrer Farben und anderer Materialien beschäftigt. Mit der Industrialisierung gab es aber immer mehr Fertigprodukte. Ab der Kriegszeit des 2. Weltkrieges machte der Materialmangel den Malermeistern zu schaffen. Dies setzte sich nach Kriegsende gerade in Ostdeutschland permanent fort. Da vom Gesellschaftssystem Selbstständigkeit geradezu unterdrückt wurde und Mangelwirtschaft herrschte, entstand die Rangfolge - Der Meister ist König und der Kunde muss warten. Heute ist es anders herum. Das heißt, jede Zeit hat so seins und das Leben geht weiter. Heute ist der Malermeister mit einem Handy, Computer und Farb-Ausmessgerät ausgestattet. Er wirbt wie früher mit einem Inserat in Zeitung und Zeitschriften (nur bunter). Und er präsentiert sich im Internet (noch bunter) und fährt neben anderen No-Name Firmentransportern mit einem fahrenden Inserat umher. In der heutigen Informationsflut soll sich der Kunde entscheiden, welche Firma und mit welchem Preis für ihn das richtige ist. Er holt sich erst ein Angebot ein und denkt es ist zu teuer. Dann noch weitere. Und tatsächlich, einer will nur die Hälfte des ersten haben. |